von
Josef Grimm

Reisezeit
10.04.2006 – 24.04.2006

Teilnehmer
Claudia Grimm, Isabella Grimm, Josef Grimm

In diesem Jahr beschlossen wir mal, einen Urlaub nicht in Ägypten zu unternehmen.

Nach mehreren zur Debatte stehenden Ländern entschlossen wir uns, nach Kenia zu fliegen.

Reiseziel war das Hotel Coral Palm Beach, welches sich etwa 15 km nördlich von Mombasa, befindet.

Reisegesellschaft war Bigxtra Reisen. Der Flug ging ab München und dauerte etwa 8,5 Stunden. Die Zeitverschiebung beträgt eine Stunde.

Fluggesellschaft war ASA ( African Safari Airways ). Wie sich später rausstellte, gehören viele Hotels in Kenia, sowie auch die Fluggesellschaft dem ASC ( African Safari Club ) an; meiner Meinung nach haben der ASA so etwas wie eine Monopolstellung, was Reisen nach Kenia betrifft.

Das Essen an Bord war wie bei vielen anderen Fluggesellschaften auch:

– zumindest bekommt man etwas in den leeren Magen.

Die Größe des Sitzplatzes im Flugzeug, ist eher als eng einzustufen

(was vor allem ich mit meiner Größe während der 8,5 Stunden Flugzeit „krampfhaft“ zu spüren bekam).

Der Service an Bord war in Ordnung.

Was ich allerdings als äußerst negativ empfand, war das Verhalten bezüglich Freigepäck.

Man hatte in der normalen Touristenklasse 20kg Freigepäck zzgl. 3kg Handgepäck; was sehr wenig ist, wenn man bedenkt, was das Tauchzeug alleine schon wiegt.

In München wurden nur die Koffer ( also ohne Handgepäck ) gewogen, wodurch es zu keinerlei Problemen kam.

Bei der Rückreise jedoch wurde im Flughafen von Mombasa auch pingelig genau das Handgepäck mit gewogen und jeder 2. Fluggast musste 7,5€ pro Kilo Übergepäck bezahlen.

Trotz lautstarken Protestes von vielen Fluggästen wurde peinlich genau jedes Gramm an Übergepäck abkassiert.

Das war Abzocke übelster Art, weshalb ich auch niemanden empfehlen würde, eine Flugreise mit ASC nach Kenia zu unternehmen!!!!

Doch nun weiter zur Reise selbst:

In Mombasa gelandet, gab es keine Probleme mit dem Gepäck, es war alles ziemlich gut organisiert.

Die Busfahrt vom Flughafen zum Hotel dauerte etwa 30 Minuten.

Zum Hotel Coral Palm Beach; dabei handelt es sich um ein 3 Sterne Hotel, welches direkt am Meer liegt; der Zugang zum Meer erfolgt über mehrere Treppen nach unten.

Die Zimmer waren zweckmäßig eingerichtet, allerdings ohne Klimaanlage, sondern nur mit Decken Ventilator.

Wir hatten mit Vollpension gebucht, was im Nachhinein sicherlich richtig war. Das Essen war international und gut, vor allem zu erwähnen ist das frische Obst, welches täglich am Buffet war.

Direkt im Anschluss an unser Hotel waren noch zwei weitere Hotels des Afican Safari Clubs ( Hotel Shanzu und Hotel Paradise ); was uns sehr gut gefallen hat, ist, dass man egal in welchem Hotel man wohnt , auch die Anlagen der anderen beiden Hotels kostenlos mitnutzen konnte.

Was uns allerdings nicht so gut gefallen hat ist, dass man nur schlecht zum Baden ins Meer gehen konnte, da der Unterschied des Wasserstandes zwischen Ebbe und Flut etwa 3 Meter betrug.

Bei Ebbe war es so, dass etwa 200m bis zu Wassergrenze nur Felsen und Steine waren und man deshalb schlecht ins Meer konnte, was auch nicht ganz ungefährlich war, denn die Flut kam und stieg ziemlich schnell.

Bei Flut war das Wasser dann sehr unsichtig und braun, da der Sand und Schlick, welcher sich auf der Felsenplatte ansammelte sehr aufgewirbelt wurde.

Aber nun zum Tauchen; die drei Hotels wurden von einer Tauchbasis, der Tauchbasis Barrakuda betreut; die Taucher wurden per Shuttlebus von den Hotels abgeholt und in die Hoteleigene Marina gefahren, von der die Tauchausfahrten starteten und in der sich auch die eigentliche Tauchbasis befindet. Die Fahrt dorthin dauerte etwa 10 Minuten.

Es wurden 2 mal täglich Tauchausfahrten angeboten, jeweils um 8.30 Uhr und um 10.30 Uhr.

Die Jahreszeit, zu der wir in Kenia waren, ist in Kenia der Herbst. Die Lufttemperatur betrug etwa 30 – 35 Grad, die Wassertemperatur betrug etwa 27 – 28 Grad , an der Wasseroberfläche sogar oft bis 30 Grad, wodurch zum Tauchen ein Shorty durchaus ausreichte, auch bei Tauchgängen, welche länger als eine Stunde dauerten.

Herbst bedeutet in Kenia oft schlagartigen Regen und Gewitter, unabhängig von der Tageszeit.

Dies ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass die Sicht zu dieser Jahreszeit nur etwa 8 Meter betrug.

Getaucht selbst wurde von einen eher kleinen Boot aus ( etwa 14 Taucher hatten Platz ), an dem unserer Küste vorgelagerten Riff.

Die Fahrt dorthin dauerte, je nach Tauchplatz etwa 10 bis maximal 20 Minuten, weshalb man die fehlende Größe des Bootes nicht als allzu schlimm empfand.

Das Riff selbst kann man sich in etwa wie folgt vorstellen: Es handelt sich um einen etwa 150 Meter breiten Riffstreifen, der langsam bis in Tiefen von etwa 25 Metern abfällt.

Im Anschluss daran, beginnt der Sandgrund, der bis in größere Tiefen reicht.

Unter Wasser selbst findet man hauptsächlich Weichkorallen und fast keine Hartkorallen; auch ist das Meer in Kenia nicht so farbefroh, wie wir es aus Ägypten gewohnt waren.

Die Tauchplätze selbst befinden sich alle innerhalb dieses Riffstreifens; mal etwas weiter nördlicher oder südlicher als der vorhergehende Tauchgang.

Die Tauchgänge waren eigentlich allesamt Tauchgänge mit leichter Strömung im Rücken, was das Tauchen sehr angenehm und entspannend machte ( grundsätzliche Strömungsrichtung während dieser Jahreszeit ist Süd – Nord ).

Alle Tauchgänge waren sog. „one way Tauchgänge“, d.h. man sprang ins Wasser absolvierte seinen Tauchgang und wurde später vom Boot aus an der Wasseroberfläche eingesammelt.

Trotz der beschränkten Sichtweite, konnten wir bei fast jedem Tauchgang Weißspitzen Riffhaie, grüne Schildkröten, Karettschildkröten, Krokodilsfische, Fangschreckenkrebse, Netzmuränen, jegliche Arten von Nacktschnecken (um nur das Interessanteste zu nennen ) beobachten.

Ein besonderes Highlight war ein sog. Gitarrenrochen, den ich in etwa 20 Meter Tiefe ausfindig machen konnte.

Ein anderes Highlight, welches wir insgeheim gehofft hatten zu sehen, einen Walhai nämlich, blieb uns allerdings versagt.

Als ich mich am Abend mit einem Tauchguide unterhielt, erzählte mir dieser, dass die beste Reisezeit für Taucher von Anfang Dezember bis Ende Februar sei.

Während dieser Zeit, seien auch die Sichtweiten wesentlich besser (bis 50 Meter) und auch die Chance auf die Sichtung eines Walhaies sei während dieser Zeit am Größten.

Er prahlte sogar damit, dass während dieser Zeit täglich Walhaie gesichtet würden, was mir auch andere Taucher, welche schon öfter in Kenia beim Tauchen waren, bestätigten.

Abschließend möchte ich zum Thema Tauchen in Kenia bemerken, dass uns das Tauchen ( während der Jahreszeit als wir in Kenia waren ) nicht allzu sehr vom Hocker gerissen hat.

Was allerdings jeder machen sollte, wenn er nach Kenia kommt, ist eine Tiersafari.

Wir entschieden uns für eine 3-tägige Flugsafari in den Masai mara Nationalpark, diese war jedoch nicht gerade günstig, war aber, wie sich später herausstellte das Highlight der Reise.

Mit einer 2-motorigen Propellermaschine erreichten wir nach 2,5 stündigem Flug, der uns auch am Kilimandscharo vorbeiführte unsere Unterkunft, das Mara Buffalo Camp.

Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Großwildjägercamp, welches direkt am Mara Fluß in einer Höhe von knapp unter 1700 Metern liegt.

In Kenia gibt es verschiedene Nationalparks, wobei der Masai Mara Nationalpark der einzige ist, in dem mit den Jeeps auch die Wege und Strassen verlassen werden dürfen, was bei anderen Parks nicht der Fall ist und man dadurch teilweise sehr weit von den frei laufenden Tieren entfernt ist.

So konnten wir Löwen, Nashörner, Giraffen, Zebras, Nilpferde, Krokodile, verschiedene Antilopenarten, ja sogar einen Geparden aus nächster Nähe beobachten.

Am Ende der Safari waren sich alle einig, dass dies mit Sicherheit nicht die letzte Safari war, an welcher sie teilgenommen hatten.

Nach 2 etwas ruhigeren Tagen am Pool, war dann auch unser Urlaub zu Ende.

Beim Rückflug gab es außer dem Chaos beim Einchecken am Flughafen, was wir ja von Ägypten her gewohnt sind, keine nennenswerten Vorkommnisse ( außer der bereits oben erwähnten Abzocke mit dem Übergepäck ).

Nach wiederum 8 Stunden problemlosen Fluges ( in zu engen Sitzen ) hatten wir wieder deutschen Boden unter den Füßen.